Vielleicht

Ich lese gerade etwas in Ingolds Endnoten (Ritter Verlag). Nicht systematisch, sondern eher so, wie man durch  ein Stadtgebiet flaniert. Eine Stadt, die man lang schon kennt, aber man geht eben durch ein neues Viertel. Und vielleicht, denke ich, gibt es ja doch so etwas wie ein Werk im übergreifenden Sinn als Gesamtheit dessen, was einer oder eine geschrieben hat, ein Werk mit einer inneren Logik, die aber nicht die des Lebens selbst ist, dem man das Werk zuschreibt.  Eher dahingehend eine Einheit, dass der Autor, die Autorin so etwas wie ein Nadelöhr bildet, den Einsatz Teigpresse, durch die der Stoff hindurchgeht, hindurch gedrückt wird, und die ihm seine Form aufdrückt. Über die Jahre verändern sich die Öffnungen, aber nicht zur Unkenntlichkeit, und sie bleiben auch an der gleichen Stelle, und der Text, das Gebäck sind mehr formale Erinnerungen als Abgüsse der Urform, die mit dem ersten Gebrauch schon von sich abweicht.

 

 

 

 

 

 

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