Trakl hören

Die Bücher steckten in Schubern, Tische in den Kneipen unter Tischdecken. Weiße! Kapitulation vor der Trunksucht? O Reinheit. Er sah dem Kellner zu, hörte zugleich auf das Gedicht, das zu ihm herüber klang, stoßweise, die Verse eher versehentlich als Verse gesprochen. Stoßseufzer waren es nicht. Im Gegenteil. Er hörte: der Sprecher, schon einiges intus, gab sich Mühe, den Alkoholpegel auszugleichen. Mondnacht, du bleiche Mönchin. Aber statt deutlicher zu artikulieren, wurde er nur immer lauter die Luft, die er angestrengt zwischen den Lippen herauspresste, von Speicheltropfen begleitet. Er hörte, hörte die Tropfen wie einen entfernten Regen, er bildet sich ein, dass er sie hörte. Er hörte, hätte es nicht sehen mögen. Im Schnee. Im Regen eher. Und wahrscheinlich ist auch erst November gewesen. Das Schuljahr im Gang, die Zeit aber, die kommende, schien endlos, selbst in diesem Jahr. Endlos zum Abitur, denn er wollte der Schuber des Sozialismus sein, eine Gratisbeigabe der Geschichte im Weltbuchhandel. Die Anwesenheit der Texte in Büchern Versprechen:

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