Falbs Geospekulationen

Es ist das Buch zur Zeit, und es hat eine doppelte Bedeutung für mich. Einerseits begründet es eine notwendige Sichtweise über das Unmittelbare hinaus. Hier eröffnet es die Möglichkeiten im Bezug auf Kant. Und das ist dahingehend notwendig, um eine politische Handlungsoption zu entwickeln.

„Andererseits scheinen es solche Regimes genau zu erfordern, dass die generationalen Lebenden kognitiv in ihre posthume Welt ausgreifen, und aktiv mit Bezug auf Dinge zu handeln, die nur dort, nicht aber in ihrem Leben existieren.“ (S. 215)

Das ist im Grunde eine dramatische Bemerkung, da wir hier gefordert sind, in Bezug auf Zustände zu handeln, die zwar mit unserem Zutun zustande kommen, von denen wir aber selbst nicht betroffen sind. Deshalb das Insistieren auf Spekulation. Hier kommt Verantwortung in einem ganz speziellen Gefüge zum tragen, aber eben auch der Begriff der Sterblichkeit, und das nicht weiter existieren des Individuums in den Folgen seines Handelns, weil das Leben eben gegrenzt ist und endet.

Vieles, was die Schülerinnen und Schüler von Fridays for Future vielleicht intuitiv begreifen, findet in diesem Buch eine Philosophische Begründung.

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