Kemény

Ich habe gerade ein neues Lieblingsgedicht. Also einen Text der mich nachhaltig beschäftigt und über den ich mich bei jedem Gedanken, den er mir aufgibt, freue. Das Gedicht heißt: „Der große Monolog“ und ist die Übertragung eines Textes von István Kemény aus dem Ungarischen durch Orasolya Kalász und Monika Rinck.

Im Zentrum des Gedichtes findet sich der Vers

Und 1938 bleibt ewig

Das ist wenn man so will der Dreh- und Angelpunkt, an dem die Struktur des Textes kippt. Er beginnt mit Franzosen werden wieder die Weltmacht übernehmen. Ein irritierender Eingang in verworrene Geschichte, die auf einen Punkt, eben jenen zitierten Vers zusteuert. Danach hat Geschichte sich verspeist, und was den Anschein hat, biographisch zu sein, nicht individuell, saugt sich im zweiten Teil, also nach 1938, selbst auf.

Vor dem Mittagessen verschwand die große Schöpfkelle

Zu finden ist das Gedicht hier
István Kemény: Ich übergebe das Zeitalter. Gedichte. Reinecke & Voß 2019

 

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2 Antworten zu Kemény

  1. schifferw schreibt:

    Herzlichen Dank für den Hinweis!

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