Wunder

Ich lese Petrow und in diesem Zusammenhang etwas in den Tagebüchern von Charms. Das sollten alle ab und an tun. Und ich denke dabei naturgemäß über Wunder nach. Einerseits weil Petrows Buch „Wunder“ heißt, andererseits weil Charms in Erwartung eines Wunders lebte, und natürlich weil morgen Ostersonntag ist.

Nun ist die gängige aufklärerische Position zum Wunder, dass uns etwas als solches erscheint, weil wir an einem Mangel an Information leiden, und mit der Zunahme des Wissens das Wunder sich als natürliches Phänomen herausstellen würde. Das mag theoretisch stimmen, aber, da wir nie über die gesamte Information verfügen werden, nicht als Individuum und auch nicht als Menschheit, wird es immer wieder Phänomene geben, die uns als Wunder erscheinen.

PS: „Im Sommer geschehen häufiger Wunder, als im Winter.“ Das ist der erste Satz aus Petrows Prosastück „Valerian“.

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