Waren- und Begriffsfetischismus

Marx beginnt „Das Kapital“ mit einer begrifflichen Analyse der Ware und der Entwicklung der Wertformen. Gebrauchswert, Tauschwert, Geldwert etc. Diese kulminiert im Kapitel über Fetischcharakter der Ware, welches zeigt, wie sich soziale Verhältnisse als Verhältnisse von Dingen darstellen. Interessant in diesem Zusammenhang ist das Kapitel 6 in Kofmans „Nietzsche und die Metapher“ mit dem Titel: Genese des Begriffs und Genese der Gerechtigkeit. Man könnte an dieser Stelle eine Beziehung von Marxschem Warenfetishismus und Nietzscheanischen Begriffsfetischismus konstruieren. Kofman in Rekurs auf Nietzsche:

„Alles vollzieht sich so, also ob vom Übergang von der Gerechtigkeit als Tausch zur Gerechtigkeit als Pflicht und im Übergang von der Metapher zum Begriff sich eine Verflüchtigung der Konstitutiven Elemente; eine Sublimation vollzöge; nur das Ergebnis wird bewahrt, der Prozess der Entstehung ist verdunkelt.“ a. a. O  S.72

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