ein Absatz

aus einer Erzählung von Pippa Goldschmidt, der vielleicht den Kern eines Verhältnisses trifft. Dem nämlich von Wissenschaft und Mystik:

„Eines der vielen Ziele von Scotts Expedition war es, Eier von Kaiserpinguinen zu beschaffen. Und die Reise zur Pinguinkolonie musste in kompletter Dunkelheit stattfinden, zur Wintersonnenwende, bevor die Eier ausgebrütet waren. Einige der Expeditionsteilnehmer marschierten Hunderte von Meilen, um zu den Pinguinen zu gelangen. Sie hatten nichts bei sich als ein Zelt, das sie schützen sollte, wenn sie schliefen. Während eines besonders wütenden Schneesturms flog das Zelt weg, und alles was sie tun konnten, war, begraben von Schnee, in ihren Schlafsäcken liegen zu bleiben und sich gegenseitig Kirchenlieder vorzusingen, um sich Mut zu machen.“

Als Wittgensteinleser kommt man dem angesprochenem Verhältnis, das man vielleicht auch als Sprachgrenze bezeichnen könnte, hin und wieder sehr nahe. Natürlich in seiner angestammten Wissenschaftssprache.  Bei Goldschmidt in grandioser Prosa. (Übersetzung von Zoé Beck)

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