Bei der Durchsicht alter Texte

Freiheit, wenn man sie hat, merkt man nicht, aber man stellt schnell fest, wenn sie fehlt. Jedenfalls kommen mir die Texte in meinem ersten Gedichtband freier vor, wahrscheinlich waren sie das, weil ich sie ohne den Anspruch schrieb, Dichter zu sein. Die Freiheit nahm ab, je tiefer ich mich in die sogenannte Szene begab, oder in den „Betrieb“: Die Mühen des Diskurses sind in die Texte eingedrungen. Ich sollte versuchen, wieder zu der alten Freiheit zu gelangen, aber das ist schwer.

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4 Antworten zu Bei der Durchsicht alter Texte

  1. Jan Kuhlbrodt schreibt:

    auch Literatur ist Produktionsverhältnis
    Anschein von Freiheit Bestandteil ihres Produktes
    schmerzlich ist es, wenn man erfährt, was man eigentlich weiß

  2. wolkenbeobachterin schreibt:

    ja, das ist schwer, aber nicht unmöglich (wieder zu der alten freiheit zu gelangen), hoffe ich, glaube ich, denke ich.

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