Ökonomie und Gedicht – Debora Vogel

Lese eine Reihe von Balladen im Band von Debora Vogel. (Es wird schwierig Die Geometrie des Verzichts zu besprechen, das Buch ist irre vielschichtig. Also vorab eine Reihe Notizen) Einmal nimmt sie direkt Bezug auf Brechts Dreigroschenoper (Und wozu gerade ein Schiff mit acht Segeln). Aber was bei Brecht verklausuliert daherkommt, wahrscheinlich traute er seinem ökonomischen Verständnis nicht.) bringt Vogel auf direkte Weise. Alles Verklärende fällt weg, aber auch die von Brecht vorgeschützte Raubeinigkeit, die mir in der Postpubertät so imponierte. Die ästhetischen Qualitäten ökonomischen Denkens werden hier bei Vogel sichtbar. (Parallele zu R. Waldrop.) Und es ist nicht Affirmation die in der Ästhetik liegt. Im Gegenteil. Aber eben auch kein Fundamentalismus. Und letztlich ist sie viel klarer als Brecht, analytischer.

Man konnte nicht glauben, daß das Geld

angehäuft brach liegen kann

wie Krumen fetter Erde.

 

(im Original sind die Texte Jiddisch. Ich hätte gern, dass man sie mir vorträgt.)

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