in Minima Moralia

„Jene kulturkonservative Ideologie, welche Aufklärung und Kunst in einfachen Gegensatz bringt, ist unwahr auch insofern, als sie das Moment der Aufklärung in der Genesis des Schönen verkennt. Aufklärung löst nicht bloß alle Qualitäten auf, an denen das Schöne haftet, sondern setzt zugleich erst die Qualität des Schönen selber.“1

1Theodor W. Adorno: Minima Moralia, Frankfurt am Main 1951, S. 300

Jedoch liegt in diesem Verweis auch der auf die Möglichkeit der Utopie. Die abendländische Bewegung der Philosophie, die darin bestand, die Phänomene auf den Begriff zu bringen und sie in ein System von Identitäten einzuordnen, löscht das Nichtidentische nicht aus. Es wird nur verschüttet; als Widerspruch erscheint es selbst in den Systemen.

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