Anthropozän

Ein wenig fragen ich mich, ob die Anthropozändebatte nicht eine Reformulierung der Frühromantischen Positionen ist, vor allem derer von Novalis, und ob man nicht Ernst Bloch konsultieren sollte, der im Prinzip Hoffnung formuliert:

„Das menschliche Wesen der Natur ist erst da für den gesellschaftlichen Menschen; denn erst hier ist sie für ihn da als Band mit dem Menschen, als Dasein seiner für den andren und des andren für ihn, wie als Lebenselement der menschlichen Wirklichkeit, erst hier ist sie da als Grundlage seines eignen menschlichen Daseins. Erst hier ist ihm sein natürliches Dasein sein menschliches Dasein und die Natur für ihn zum Menschen geworden. Also die Gesellschaft ist die vollendete Wesenseinheit des Menschen mit der Natur, die wahre Resurrektion der Natur, der durchgeführte Naturalismus des Menschen und der durchgeführte Humanismus der Natur.“

 

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Eine Antwort zu Anthropozän

  1. Clarknova schreibt:

    Gibt es einen ungesellschaftlichen Menschen? // Ich bin mir nicht sicher, ob ich Bloch hier verstehe. „die Gesellschaft ist die vollendete Wesenseinheit des Menschen mit der Natur“ – wie ist das zu verstehen? Als globale Wesensgemeinschaft? Von daher wäre Bloch wohl schon in den Anthropozän-Diskurs einzubeziehen. Wenn er damit ein „Aufgehen“ bzw. eine gleichberechtigte Einheit des Menschen mit der Natur meint. Das ist ja überhaupt die Basis des Anthropozän-Diskurses; der Abschied vom Anthropozentrismus.

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