Transzendenz

Dank Steinweg denke ich seit Tagen über Transzendenz ohne Jenseits nach, also das durchscheinende Andere, das irgendwo hier sein muss, oder eben nicht. Der Trick scheint in der Zeit zu liegen. Wenn wir sie unbedingt brauchen, dann nur als das andere, als Zukunft und Vergangenheit. Beide sind offen.

Und hier sind wir auch bei Broch: Hannah Arendt schreibt in ihrem Vorwort zur Brochschen Essaysammlumg „Dichten und Erkennen“: Damit erreicht Broch eine für ihn außerordentliche, charakteristische nur ihm eigentümliche Anschauung der Zeit, derzufolge sie nicht, wie in den Zeitspekulationen der abendländischen Tradition von Augustinus‘ „Konfessionen“ bis zu Kants „Kritik der reinen Vernunft“, den „inneren Sinn“ präferiert, sondern im Gegenteil die Funktion übernimmt, die sonst dem Raum zugeschrieben wird: sie ist „innere Außenwelt.“

Da passte die Jurjewlektüre (Von Zeiten) wie die Faust aufs Auge.

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