Texte zur Krise

noch einmal Katerina Gogou
All meine Freunde sind schwarze Vögel
die auf den Dachterassen zerfallender Häuser wippen
Exarchia Patissia Metaxurgio Metz.
Sie nehmern alle Arbeiten an.
Gehen mit Rezeptbüchern und Nachschlagwerken hausieren
ebnen Wege und verbinden Wüsten
Dolmetscher in Kabaretts auf der Sinonstraße
Berufsrevolutioniäre
Sie wurden bedrängt und zogen den Schwanz ein
jetzt nehmen sie Tabletten und saufen
um schlafen zu können
aber sie träumen mit offenen Augen und finden keinen Schlaf.
All meine Freunde sind gespannte Drähte
auf den Dachterassen alter Häuser
Exarchia Viktoria Koukaki Gysi.
Dran habt ihr Millionen eiserner Wäscheklammern geklemmt
die Schuldzuweisungen auf euren Kongressen
geliehene Kleider
Narben die von brennenden Kippen kamen
komisches Kopfweh drohendes Schweigen Vaginitis
sie verlieben sich in Schwule
Trichomonaden Mensturationsverzögerung
das Telefon das Telefon das Telefon
zerbrochenes Glas der Krankenwagen leer.
Sie machen was ihnen zufällt.
Alle Zeit sind meine Freunde auf Reisen
denn ihr habt ihnen jeden Zentimeter geraubt.
All meine Freunde malen mit schwarzer Farbe
denn ihr habt ihnen die rote verdorben
sie benutzen andere Zeichen
denn eure sind nur zum Arschlecken geeignet.
All meine eine Freunde sind schwarze Vögel und Drähte
um eure Hände. Um euren Hals.
Meine Freunde.

(aus dem Griechischen von Kartakis und Kuhlbrodt)

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