Deja vu

Wir schreiben das Jahr 2015. Mit Interesse und ein wenig mit Verwunderung lese ich die Berichte von der Konferenz im Brechthaus „Richtige Literatur im Falschen.“ Irgendwie fühle ich mich gemüßgt, Adorno und Sartre aus dem Regal zu holen. Adorno fasst die gegenwärtige Debatte 1962 in der Neuen Rundschau wie folgt zusammen:

Das engagierte Kunstwerk entzaubert jenes, das nichts will, denn da sein, als Fetisch,alsmüßige Spielerei solcher, welche die drohende Sintflut gern verschliefen; gar als höchstpolitisches Apolitisches. Eslenkt ab vom Kampf der realen Interessen. Keinen mehr schone der Konflikt der beiden großen Blöcke. Von ihnen hänge die Möglichkeit von Geist selber so sehr ab, daß nur Veblendung auf ein Recht poche, das morgen zerschlagen werden kann. Den autonomen Werken aber sind solche Erwägungen, und die Konzeption von Kunst, die sie trägt, selber schon die Katastrophe.

Was ist Zeit, was ist Epoche?

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