Parallellektüren – Sielaff Voegelin

Ich lese in Parallellektüren. Das heißt zunächst nur, dass ich mehrere Bücher gleichzeitig lese.  Und natürlich stellen sich Bezüge ein, die von den jeweiligen Autorinnen und Autoren gar nicht intendiert waren, zuweilen auch nicht gewusst. (warum auch.) Zum Beispiel hat es sich ergeben, dass das Glossar des Prinzen von Volker Sielaff neben Was ist Geschichte von Voegelin liegt. (Schestow liegt neben Kojève usw.) Es gibt also in der Parallelektüre auch keine Genregrenzen. (Allerdings passen Gedichte ganz gut zur Philosophie.) Zeit wird durch diese Lesart als fortschreitende aufgehoben. In diesem Zusammenhang ist natürlich Sielaffs Glossar der Prinzen hochspannend. Denn es stellt eine textzeitliche Kreiselbewegung dar. Das Material des Bandes verzichtet auf seine realgeschichtliche Gefangennahme.

Voegelin: Die transzendente Textur der Geschichte weist also eine reiche Struktur unterschiedlicher Muster auf, zu denen sich die Einzelphänomene zusammensetzen und Phänomene höherer Ordnung bilden. Und wie wir gerade gesehen haben, bleiben die Muster nicht voneinander soliert.

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