032

Heute kam das Roughbook 32 hier an. Sonnenklar heißt das und die Autorin ist Elke Erb. Im Buch Texte aus verschiedensten Zeiten, zusammengestellt aus einer gegenwärtigen Sicht. Und wieder einmal bin ich verblüfft von dieser ungeheuren (ungeheuerlichen) Diesseitigkeit von Erbs Texten. Dieser Eindruck erfasste mich schon, als ich Vexierbild las, damals im Jahr des Erscheinens des Buches. 84 glaube ich, ich war noch eine kurze Zeit Schüler.

Diese Engführung von Alltäglichem in einer avantgardistischen Form. Dieses Sprechen über Sprache und Wort.

Manche Kritiker haben behauptet, Erbsche Lyrik sei schwierig; das kann ich mir  nur damit erklären, dass diese Kritiker mit geschlossenen Augen gelesen haben, oder Einfachheit für sie in einer simplen Welterklärung liegt, eine Erklärung, die ohne Wahrnehmung auskommt, sich gewissermaßen nur als Erklärung selbst erklärt.

Wie anders dagegen diese Texte von Elke Erb.  Sonnenklar eben. Lest ruhig und staunt.

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2 Antworten zu 032

  1. Der Emil schreibt:

    Ja, die ist eine meiner Favoritinnen. Ich hab mit „Der Faden der Geduld“ gerade zu Beginn meiner Zeit an der EOS begonnen — sie hat mich nie wieder losgelassen … (Noch heute finde ich dies Büchlein als eines der besten in meinem Schranke.)

  2. Pingback: Eigne Schere im eignen Kopf (67/298) | Gedacht | Geschrieben | Erlebt | Gesehen

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