Badiou

Theorie des Subjekts von Badiou. Ein schwieriges Buch, aber ich lese es gern, nicht zuletzt, weil mir der durchscheinende Maoismus so unglaublich fremd ist (oder fremd geworden. Nich lange ist es her, da verstand ich mich selbst noch zumindest als Marxisten.) Aber: auf Seite 135 beginnt ein Kapitel, das ist überschrieben mit: Juwelen für die Weihe jeder Substraktion von Existenz. Und dieses Kapitel setzt ein mit einer Betrachtung einses Prosatextes von Mallarmé, der nach Badiou das ganze Germinal von Zola ersetzt. Ich hab mir den Text herausgekramt, und er ist wirklich unglaublich, auch in der Übersetzung.

Dem folgt die Betrachtung eines Sonetts, und das ist wirklich witzig. Wir finden den Reim Onyx/Phoenix/Ptyx/Styx und man fühlt sich ein wenig an Morgensterns ästhetisches Wiesel erinnert. Das Wort Ptyx/ptyx taucht im Text nur um des Reimes Willen auf. Großartig!!!

Bei Badiou führt das zu folgender Überlegung:

Juwelen für die Weihe jeder Substraktion von Existenz.

Von den Maoisten in China wäre Badiou zu ihren Hochzeiten für diesen Intelektualismus wohl dahingeschlachtet worden oder zumindest in den Tagebau gesteckt.  Und da hätte ihm sein Bekenntnis zum Maoismus auch nicht geholfen.

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