Schmerz

Wesentlich eindringlicher als Ingolds Betriebsschelte sind seine Schilderungen von phyischem Schmerz. Solche Momente enthalten auch die Romane Alias und Pothocki. Den Rezensenten scheint das nicht aufgefallen zu sein. Vielmehr reduzieren sie die Lektüre auf ihnen Bekanntes und reproduzieren im rezensieren den Betriebssound, der sie umgibt. Es ist schon so, wie Sundermeier es in einem Artikel anmerkt. Die Literaturkritik ist so ziiemlich auf dem Tiefpunkt.

Es ist ja kein Problem, über das zu schreiben, was einen selbst interessiert. Das Problem ist das eingeschränkte und um sich kreisende Interesse selbst. Und die schlechte Bezahlung ist kein Argument, wenn man sich einer Strategie bedient, um die schlechte Bezahlung nicht mehr zu empfinden, also viel schlechtbezahlten Mist zu schreibt, um auf eine Summe zu kommen. Das hätte man vor einiger Zeit noch opportunistisch genannt und verachtet.

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4 Antworten zu Schmerz

  1. wolkenbeobachterin schreibt:

    Was ist „phydischer“ Schmerz?
    Ich schätze, wenn jemand vielfältig und vielseitig ist, dann ist das mit dem Schreiben über das, woran man sich und wofür man sich interessiert in Ordnung ist und eine große Auswahl an Themen bietet. Andererseits schwebt über allem ja sozusagen noch all das Unbekannte, Unausgesprochene, Unentdeckte.

  2. Jan Kuhlbrodt schreibt:

    erstmal nur ein tippfehler

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