Fiktional

Aber es gibt ja Fiktionalisierungsebenen. Ingold, wie schon angesprochen, legt Zeitschichten übereinander. Zwar sind sie als Geschichtete erkennbar, aber der virtuelle Zeitstrahl verhilft ihnen zu einer anderen Konstitution.

Mayröckers Carhier speist sich fast vollständig aus Erinnerungen und Lektüren.

Am „unmittelbarsten“ vielleicht das Tagebuch Mühsams. Wahrscheinlich auch deshalb, weil es vom Autor nicht zur Veröffentlichung durchgesehen wurde, weil es seine Existenz ohnehin der geflüchteten und doppelt verfolgten Zenzl Mühsam verdankt und der Lagerung im Sowjetischen Geheimarchiv. Und beim scheinbar Authentischsten stellt sich die Frage nach der Autorschaft am meisten. Auch weil der Autor bei der Bearbeitung des Textes und im Moment der Herausgabe nicht anwesend sein konnte.

Bei Ingold am 7. 1. eine Überlegung zur Liste angesichts einer Ausstellung, die Eco für den Louvre konzipiert hat. Immerhin stellt Ingold sich in die Schlange vor der ich bei meinem bisher einzigen Parisaufenthalt kapitulierte.

Ich habe in der Nacht noch einmal ein Manuskript durchgesehen, das auf drei Ebenen mit der Fiktionalisierung spielt und die Texte umgestellt.  Jetzt folgt das Nachwort zwar mitten im Textkonvolut, aber es scheint mir passend. (Ich muss das Ding bald „raushauen“, sonst macht es mich wirr.)

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter Allgemein veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s