Der Text und die Vergänglichkeit

Die Frage wäre, was ich erwarte. Vom Text, von mir, von der Beziehung, in die wir treten. Der Text und ich. Dass wir in eine Beziehung treten, ist klar, und dass wir uns beide verändern werden, auch. Man kann einen Text nicht zweimal lesen. (Leider, denke ich manchmal, wenn ich mich an erste Lektüren erinnere, an frühere Begeisterung, die sich so angesichts einer erneuten Lektüre nicht wieder einstellen wird, oder sich nur als Erinnerung einstellt, oder als Formulierung, wenn ich versuche, mir diese Begeisterung zu formulieren. Klar bleibt, dass man nicht zweimal in den gleichen Text springen kann.)
Beim eigenen Schreiben ist das einfacher. Etwas ergibt sich im Nebel, wird Struktur. Der Text ist das Feste, wird Monolith, doch kann er als solcher auch behauen werden. Verbessert? Und ich behaue den Text ja, um ihn verlassen zu können, oder dass er mich verlässt.
Lesbarkeit ist mithin Sichtbarkeit. Für andere also für mich.
Erwarte ich also Sichtbarkeit? Aber darüber hinaus? Ist Sichtbarkeit bereits das Ziel. Also Wahrnehmung. Oder beginnt der Text erst, für mich, wenn ich ihn wahrnehme? Oder endet er dort? Beides wahrscheinlich. Er beginnt, wenn ich ihn lese oder schreibe und vergeht im gleichen Augenblick.

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