Tagebücher lesen und schreiben

Manchmal bin ich traurig, dass es mir nicht gelingen will, ein Tagebuch zu führen. Hinter mir im Regal stehen vier oder fünf angefangene Hefte. Das erste von 1982. Da war ich 16 und dachte, es könne nicht schaden. Allerdings hatte ich außer dem Vorsatz, endlich damit zu beginnen, nichts zu berichten. Jedenfalls fiel mir nichts ein. Ich startete weitere Versuche, die genau so scheiterten wie meine Utopischen Erzählungen, die nach der Landung auf einem fremden Planeten abbrachen. Was soll man über einen fremden Planeten auch schreiben? Geblieben allerdings ist mir die Faszination für Tagebücher. (Und auch für Utopische Romane, die auf fremden Planeten handeln.) Aktuell große Begeisterung für Ingolds Leben und Werk und seit einiger Zeit für die Tagebücher Mühsams. Heute erreichte mich der siebente Band. Beide: sowohl Ingold als auch Mühsam machen aus mir einen gespannten fast atemlosen Leser. Ähnlich erging es mir bei der Lektüre der Journale von Susan Sontag. Vielleicht macht ja die Lektüre und die damit einhergehende Begeisterung dieses mein Unvermögen, selbst Tagtebuch zu führen, wett.

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Eine Antwort zu Tagebücher lesen und schreiben

  1. mifrba schreibt:

    Schön zu hören. Ich könnte Dir ja auch aus meinen Tagbüchern vorlesen…

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