Mimesis

Alles wieder da.! Das Themenspektrum ist überschaubar. Ich kann Auerbach wieder herauskramen. Vorläufig. Und in meiner Magisterarbeit stöbern: Die Bedeutung der Mimesis als menschliches Vermögen steht nicht im Widerspruch zur von Marx hervorgehobenen Bedeutung der Arbeit für den Ausgang des Menschen aus der Natur. Marx aber bezieht sich in seiner Betrachtung auf die Resultate der Tätigkeit wie die Produktion am Produkt (Bedeutung der Produktion von Produktinsmitteln, Hervorbringung eines neuen Bedürfnisses in der Befriedigung eines Bedürfnisses). Horkheimer und Adorno hingegen geht es um eine Spezifik des Verhaltens und eine Gestalt des Bewußtseins. So ist Arbeit immer auch Nachahmung, einerseits Nachahmung der Natur oder andererseits Nachahmung des Verhaltens anderer Menschen. Und diese Nachahmung ist konstitutiv für den Menschen selbst: „Denn das Humane haftet an der Nachahmung: ein Mensch wird zum Menschen uberhaupt erst, indem er andere Menschen imitiert.“ Theodor W. Adorno: Minima Moralia, Frankfurt am Main 1951, S. 204 Und jetzt in der Einleitung zu Valerij Podorogas Mimesis. Materialien einer analytischen Anthropologie der Literatur (Diaphanes 2014) ein dreistufiges Mimesismodell. 1 äußere, 2 werkimmanente, 3 werkübergreifende. Ein spannendes wiederkehrendes Motiv.

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