Langsam

Ingolds Leben & Werk. Ich lese langsam in diesem Buch, wesentlich langsamer, als ich es gewohnt bin. Das liegt sicherlich daran, dass meine Gedanken den Text immer wieder verlassen, abschweifen. Wobei die Thematik der jeweiligen Abschweifung vom Buch selbst vorgegeben wird.

Eine Passage über Simmel, dessen Essaays über die Alpen oder das Abenteuer mich nachhaltig beschäftigt haben. Und Ingold stellt jene Frage, um deren Beantwortung ich mich seit Jahren herumdrücke. Ok, ich habe sie für mich durch das Abbrechen meiner Dissertation mehr oder weniger praktisch beantwortet. Dennoch bleibt die Frage nach der Philosophie für mich doch immer präsent, und natürlich die Frage danach, wie Philosophie sich zur Dichtung, zur sogenannten schönen Literatur verhält.

Wahrscheinlich ein unlösbares Problem. Aber nehmen wir Sartre, der in seinen Romanen philosophisch um einiges klarer war, als in seinen theoretischen Schriften (eine Passage aus Der Ekel wiegt noch das ganze existenzialistische Geschwurbel auf. Kein Wunder, dass Danto sich in seinem Sartrebuch eher an dessen Belletristik orientierte.)

Wenn ich mir jetzt aber Simmel aus dem Regal zöge und zu lesen begänne, wo würde mich das hintreiben? Die Lust ist da: Nicht zuletzt erwachsen aus seiner assoziativen Denkbewegung immer wieder Sätze von geradezu poetischer Einprägsamkeit, schreibt Ingold.

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter Allgemein abgelegt und mit , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s