[sic]

Nicht die klärenden, negativen Sätze, die die Philosophie auf eine logische Analyse der naturwissenschaftlichen Sprache beschränken, und die Erforschung der Wirklichkeit an die naturwissenschaftlichen Spezialgebiete preisgeben, sondern seine verzweifelte Bemühung um das Unaussprechliche, die den „Tractatus“ mit einer Spannung auflädt, in der er sich selbst aufhebt – sein Scheitern also an der positiven Bestimmung der Philosophie, die bei den anderen Neopositivisten zur fruchtbaren Ignoranz wird – , ist ein erneutes stets erneuerndes Mitdenken wert.

(Ingeborg Bachmann: Ludwig Wittgenstein – Zu einem Kapitel der jüngsten Philosophiegeschichte. Werke Bd. 4, München 1978, S. 13)



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