Grenzlinien 1

zu Ingolds Einzeilern Nee, die Ideen.

Der Fall ist, wer hier steht und anders nicht kann.

Wittgensteins Text des Tractatus Logico Philosophicus ist unter vielerlei Hinsicht zu lesen. In einem sind sich aber alle Interpreten einig: er bestimmt die Grenze der Welt als Sprachgrenze. In der Welt zu sein, heißt sprachlich konstituiert zu sein und die Welt sei „alles was der Fall ist.“ Das ließe sich mit wenig Aufwand im Sinne des Volkspsitivismus interpretieren in der tautologischen Wendung der Gartennachbarn „Es gibt nichts, was es nicht gibt.“ Aber natürlich funktioniert diese tautologische Wendung nur, wenn man die Grenze absolut setzt. Jenseits der Grenze sei Nichts. Das jedoch widerspricht dem Begriff der Grenze selbst. Denn Nichts wäre etwas. Nämlich das Etwas, das hinter der Sprachgrenze liegt. Etwas also, worüber zu schweigen sei. Es ist zu be-schweigen. Und da zu stehen, und nicht anders zu können (wie Luther), ist Handlung.

Während weiter unten unter lauter Liedern die meisten Dinge verdämmern.

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