Fiktionalität (Inger Christensen)

Bei der Lektüre in Ingolds Tagebuch „Leben und Werk“ stoße ich auf die Beschreibung einer Begegnung mit Inger Christensen. In Sibiu. Anlass dieser Passage ist die Nachricht vom Tod der dänischen Dichterin. Und ich erinnere mich unwillkürlich an eine Passage bei Jürgen Becker (im Roman, wahrscheinlich in Schnee in den Ardennen in der er ebenfalls eine Begegnung mit Christensen beschreibt.

Bei Becker bleibt die dänische Dichterin namenlos, die Dänin ist für mich trotzdem als Inger Christensen erkennbar.

Wo schlägt etwas um in Fiktionalität. Oder ist nicht das Authentische schon fiktional. Und wenn ich eine Figur identifiziere, stelle ich dann im Grunde nur Ähnlicketen fest? Reichere ich den Text so mit meinem Wissen an, und wäre der Text nicht für einen Leser mit anderem Wissen ein anderer Text, weil der andere Leser an anderer Stelle Ähnlichkeiten mit anderem feststellt/konstruiert?

Und wer ist Inger Christensen im Text mehr als eine Stellvertreterin ihrer Gedichte?

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