Sinn und Form

Ich glaub ich hab das Ding damals in den Achtzigern gelesen, weil ich alles las, was irgendwie den Anschein gehobener Kultur vermittelte, Außerdem ließ es sich gut an, wenn man ein solches Heft in der Moritsbastei (Café Barbakane) vor sich auf dem Tisch liegen hatte, und sicher war der eine oder andere Text darin auch ziemlich gut. Aber keiner ist mir in Erinnerung geblieben. Viel prägender war die Zeitschrift Theater der Zeit mit vorabdrucken von Müller (Wolikolamsker Chaussee) und Hein (Tafelrunde). Vielleicht waren die späten Achtziger eher eine Theaterzeit. Das Postdramatische war auf dem Vormarsch. Und wir hatten keinen Sinn mehr fürs gediegene, keine Form, wir wollten Butter bei die Fische. Das „Feindbild im Spiegel“ (Müller, der Findling).

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4 Antworten zu Sinn und Form

  1. Clarknova schreibt:

    die zeitschrift strahlt so etwas von „grauer eminenz“ aus, was mich ihr ausweichen lässt. ebenso „die horen“.

  2. umtriebe schreibt:

    ich bringe es nicht übers Herz, sie abzubestellen, und in jeder nummer findet sich dennoch was, das ich mit Gewinn lesen kann, aber das vor allem von Sebastian Kleinschmidt in die Zeitschrift gebrachte ästhetische und geistige Konzept (Gadamer-lastig) erschien mir immer etwas abgehoben …

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