Chevillards Kreb 1

Was macht Kreb und was macht er anders? Die Frage muss natürlich lauten: Was macht Chevillard? Aber der Autor lässt uns dabei zuschauen, wie Kreb sich in der Welt und damit die Welt um sich konstituiert. Natürlich findet Kreb auf dem Papier statt.
Und nur das schafft die Möglichkeit, dass Krebs Taufe und Beerdigung am gleichen Tag stattfinden.
Vielleicht. Ein Kulminationspunkt relativ am Anfang des Buches. Nur das? William von Ockham formulierte am Ausgang des Mittelalters in deinem Aristoteleskommentar, dass Zeit etwas sei, das Gott dem Menschen geschenkt habe. Der Mensch sollte sich nicht in der Ewigkeit verlieren. Krebs Ewigkeit scheint eine endlose Folge von Wiederholungen, in denen er sich findet. Und wiederholt. Erfindet vielleicht. Neu erfindet in großen und kleinen Differenzen. Konstrukt seiner selbst ist er. Ein schellingsches Ich. Allerdings mit einem zerfaserten Selbstbewußtsein, einer der sich selbst auch entkommt, dort, wo er sich Grenzen setzen will. Er schaut auf sich von außen. Die Welt aber ist..
„Die Pyramiden werden Kreb überleben, aber werden sie von seinem Erdendasein zeugen? Wie können wir uns da sicher sein?“

zu:
Éric Chevillard
Krebs Nebel
Deutsch von Anne Weber
diaphanes 2013

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