weiter Gass

auf der Suche nach einer Theorie des Satzes (wir sprechen von Prosa, wir müssen von Prosa sprechen. Es scheint mir dringend nötig.)

Gass also, a.a.O. Seite 81 (basal):

Es gibt keine Beschreibungen in der Literatur, es gibt nur Konstruktionen und die Prinzipien, auf denen diese Konstruktionen aufbauen, sind durchgängig philosophischer Natur. Das gleiche gilt, was das angeht, für das Erzählen, den Dialog, die Figuren und alles übrige. So wie die Pinselstriche des Malers dazu beitragen, seinen Gegenstand zu machen, so lassen die Zeilen des Romanciers keine Alternative zu, sie sind keine glaubhaften Interpretationen von irgend etwas, sie sind die Sache selbst.

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter Kunst, Literatur, Philosophie, Theorie abgelegt und mit verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

2 Antworten zu weiter Gass

  1. juttareichelt schreibt:

    Das gefällt mir nun sehr: „wir sprechen von Prosa, wir müsen von Prosa sprechen. Es scheint mir dringend nötig“. Mir gerade auch. Auch darüber, dass wir immer Entscheidungen treffen, wenn wir (Sätze) schreiben. Und das aber oft nicht bemerken, sondern im Gegenteil glauben, es sei nur dieser eine Satz (diese Art der Beschreibung, der Figur, des Dialogs) möglich gewesen – oder jedenfalls nur ein sehr ähnlicher …

  2. Jan Kuhlbrodt schreibt:

    wir konstruieren, auch wenn wir es schreibend nicht unbedingt bemerken, wenn es konstruiert

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s