Peter Hille von Heinrich Hart

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Nicht alles, was Peter niederschrieb, ist wurzelhaft original. Ebenso wie Shakespeare, wie Goethe, war er keineswegs zag, sich Fremdes anzueignen. Er brauchte seine Lektüre genau wie die Natur und nutzte sie aus. Aber was er erbeutete, das verzehrte er, durchsäftete es, bildete es um, bis es doch sein Eigentum wurde, sein Fleisch und Blut. Und er hat sich durch Berge von Literatur hindurchgelesen. So leicht war ihm kein Buch zu gering. Auch im dürftigsten fand er noch einen Keim der Anregung, den er in sich weiter wachsen liess. Auch im Dürrsten entdeckte er noch Tropfen von Süssigkeit, auch im Schlichtesten noch einen Anhauch von Grösse. Nur eins vertrug er nicht: das gespreizt Feierliche, die auf Stelzen schreitende Pathetik. Nie habe ich Peter über irgend einen lebenden Dichter aburteilen hören; sie waren ihm nicht alle gleich sympathisch, er liebte den einen mehr als den anderen. Aber er hatte doch seine Freude an allen möglichen Eigenarten.

Ja, er war ein immer Lernender und immer Lesender.

der ganze (überlieferte) Text hier

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