Rechtsästhetik

Man bräuchte definitiv mehr Zeit, das Drei- bis Vierfache, dann fehlten aber immer noch die Stunden, die man sich an Tanzschulen und Kunstakedemien herumtreiben würde, oder Posaune und Schlagzeug lernen. Das Zeitchen, über das man verfügt reicht noch nicht einmal dazu, das Nötige zu lesen.

Außerdem muss man ja mal ein paar Stunden einfach so in den Garten glotzen, nach dem Frühling sehen, wie man so schön sagt. (Glücklicherweise kann man diese Tätigkeit mit dem Wäscheaufhängen verbinden.)

Ja, dann kam ich wieder rein und fand eine Sendung von Merve vor, die ein Büchlein von Cornelia Vismann enthielt: Das schöne am Recht.

Als Bürger einer mitteleuropäischen Demokratie (?) sprinnge ich auf derlei Titel unmittelbar an, mein Bürgermotor tuckert. Die Grundfragen Vismanns sind mir bereits als (zugegeben unbefriedigend beanrtwortete) in der Kritischen Theorie und in der Diskursanalyse begegnet: Warum bleibt der Aufstand aus? Bei Vissmann: „Wie kommt es, dass die Leute die Gesetze befolgen, und nicht vielmehr auf sie pfeifen?“ Auch wenn die Rechtsästhetik diese Frage nicht erschöpfend beantworten kann, ist es doch eine Art Mosaikstein, der mir in meiner ureigensten Rechtsauffassung, die auch eine Rechtsfaszination ist, gefehlt hat. Im Sommer werde ich das hoffentlich vertiefen können.

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