Thoor

Vielleicht sollte man Jesse Thoor wirklich als Mystiker lesen. Was seinem Vorzug für die Sonettform natürlich eine bestimmte Tendenz geben würde. Strenge als Entsubjektivierung (oder eben gerade als radikale Subjektivierung), Freiheit. Eine merkwürdige Parallele zu Zürns Anagrammatik.

Nebeneinanderlegen: Meister Eckart, Böhme, Zürn und Thoor. (z.B.)

Der letzte Dreizeiler aus dem Dritten Brief des Bediensteten Abu:

Ich .. der stammelnd nun hervortritt .. von der Sonne durchblutet:

der Gemeinsame .. beglückt und reich .. und wund und wehe aufgerichtet.

Warum also muß ich meine Stirn neigen? – Aus Ohnmacht? – Oh nein!

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