Tradition (Häfner)

…, aber eben, bei der Häfnerlektüre wurde ich angeregt, in meinem Regal nach folgenden Autorinnen und Autoren zu suchen (Eines gab das Andere): Günter Bruno Fuchs, Peter Hille, Else Lasker-Schüler, Robert Walser und Peter Altenberg. Wobei Letzterer wohl aufgrund seines Bartes eher ein Reflex auf Peter Hille war. Dennoch scheint mir hier eine Traditionslinie versteckt. Bohemien könnte man meinen, trifft aber nicht wirklich die Literatur. Vielleicht sollten wir von der Feinheit des Sprachgewebes sprechen. Spinnennetze. Allerdings fiele Fuchs da ein wenig raus. Eine spezifische Berliner Feinheit (vergangen) ohne Altenberg dann. (letzterer ohnehin nur auf Grund seines Bartes?)

aus Häfners Vehikel der Unsterblichkeit:

die Knebel am Violinenhals quietschen

Isobaren straff gezogen, näher rückt die Front

schweflig die Hyroglyphenblitze

ein Vehikel der Unsterblichkeit, altägyptisch

Nektarinen der Ambrosiamaschine

jenseits von Expressionismus, Symbolismus und Ästhetizismus war noch was, und das hat untergründig überlebt. in Geheimarchiven vor sich hingedämmert und war zäh, obwohl diese Zähigkeit der Grundfeinheit des Phänomens widerspricht

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