Mal wieder

und aus dem Prozess gerissen ein Zitat aus Palmiers Benjaminbuch, das mir auch zur Selbstverständigung dient und ein wenig auch der Entzauberung eines Idols. Hier allerdings eher der Selbstverständigung:

„Wenn Benjamin sinnliche Objekte als Begriffe, Bilder, literarische Figuren verwendet, verleiht er ihnen eine philosophische Dimension, die sich auf die literarische Sphäre nicht beschränkt. Darin liegt nun keineswegs der Beweis für irgendeinen Eklektizismus, sondern einer der fruchtbarsten Aspekte seines Werkes. Sein Vorgehen, so ungewöhnlich es erscheinen mag, ist nicht mehr befremdlich, wenn man es auf sein Vorbild bezieht: die Zeitschrift Athenäum der Brüder Schlegel. Wie diese lehnt auch Benjamin die strenge Unterscheidung zwischen Kritik und Philosophie ab, wie diese kann er sich Kritik nicht ohne philosophische Fundamente vorstellen, wie diese nimmt er ästhetische Begriffe und Anschauungen in der Kritik auf. Stets wird Benjamin bestrebt sein, ihr die Würde einer Philosophischen Gattung zu verleihen.“

Na wenn das kein Anspruch ist.

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