und noch eins

kam mir gerade bei der Blumenberglektüre und hat im Grunde gar nichts mit Blumenberg zu tun, außer dass er in einem Referat von der Vorstellung der Unwahrheit als Gegenwelt spricht; ein Gedanke, der in der Kritischen Theorie durchaus eine Ausformung findet. Der Gedanke, der in mir dadurch ausgelöst wurde (man muss auch mal ne Pause machen), war folgender:

Das Studium in Frankfurt am Anfang der neunziger Jahre und wahrscheinlich auch davor, führte bei einigen Studierenden zu so etwas wie einer philosophischen Arroganz, einer Art säkularen Hegelianismus. Das heißt, man nahm die klassischen überlieferten Texte schon zur Kenntnis, aber eben nur als Entwicklungsstufen einer sich entfaltenden Wahrheit, deren wir (und nur wir) endlich habhaft wurden. Deshalb brauchten wir uns mit Latein und dergleichen ja auch nicht herumschlagen, weil die Texte ihren letzten unhintergehbaren Ausdruck ja in unseren Köpfen fanden. Außerdem reichte exemplarische Lektüre.

Jetzt sitze ich hier mit dem Wörterbuch (macht aber Spass, und ich mag Wörterbücher).

Blumenberg referiert Laktanz (den ich nie gelesen habe) : …, nicht die Wahrheit als solche hat Gott den Philosophen vorenthalten, sondern nur das Kriterium ihrer Erkennung und damit die Voraussetzung ihrer Integration.“ (Paradigmen zu einer Metaphorologie. Frankfurt am Main 1998, S. 55)

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