Das Problem

Das Problem ist nicht die Kälte, das Problem ist die Dunkelheit, und dass ich bei Kunstlicht schnell müde werde.  Ich versuche herauszufinden, wie lange das schon so ist, und ob ich mich an Regentage erinnern kann, an denen ich den ganzen Tag im Bett lümmelte und las. Mir fällt kein solcher Tag in die Erinnerung, nur Texte und Bilder, Filmausschnitte, die behaupten, jemand hätte das getan. Ich bin misstrauisch. Lieber sehe ich an solchen Tagen fern, denn sogar zum Musikhören fehlt mir die Konzentration. Vielleicht ist mein Vehalten durch den Fernseher schon geschädigt. „Nachdem aus dem architektonischen  Gebäude das mediale Gebide, nachdem der familiäre Baukörper zum strahlenden Bildraum geworden war, fiel das Infernalische aus.“, schreibt Volker Demuth in seinem Essay Frühe Bilder.

Oder ich bin einfach in einem gewissen Sinn Heliophag und habe Hunger.

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2 Antworten zu Das Problem

  1. Wolfgang Schnier schreibt:

    Hast Du schon einmal etwas von Tageslichtlampen gehört? Die haben ein ähnliches (oder das gleiche, keine Ahnung, ich bin kein Physiker) Frequenzspektrum wie das Tageslicht und sollen in der dunklen Jahreszeit der Müdigkeit und Depression vorbeugen.

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