Ideologie, Eschatologie und Feminismus

Bislang hing ich noch ganz einer Theorie an, die das moderne Denken aus dem Bedingungen und Strukturen des Kapitalwirtschaftens ableitete. Sowohl das Kapitel aus dem Kapital von Karl Marx über den Fetischcharakter der Ware, aber auch andere Texte, die mit dieser Motivik spielten, schienen mir erhellend und einleuchtend. Vor allem Alfred Sohn-Rethels Buch Warenform und Denkform, aber auch neuere Arbeiten wie Bockelmanns Im Takt des Geldes oder Joseph Vogls das Gespenst des Kapitals bestätigten jendenfalls diesen Ansatz, und ich möchte auch nicht sagen, dass ich ihn als widerlegt betrachte aber: die Lektüre der Arbeiten dreier Theoretiker (Taubes: Abendländische Eschatologie, Schestow Athen und Jerusalem, Schumpeter: Kapitalismus, Sozialismus und Demokratie und zweier Theoretikerinnen (Butler, Gender Trouble mehr als aktuellere Arbeiten von ihr, Chamtal Mouffe, vor allem ihre Arbeiten zur Dekonstruktion des Marxismus) die aus diesem Feld ein wenig heraustreten, schon, weil sie zeitgemäße feministische Positionen beziehen, ließen mich den eingangs formulierten Gedanken zumindest relativieren. Relativieren mag hier heißen, dass sich ein durchaus interessantes Spannungsfeld ergibt. Ich muss noch herausfinden, in welchem Verhältnis dabei Feminismus und Eschatologie stehen. Aber es gibt einen. Vielleicht findet sich bei Barbara Vinken etwas dazu.

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