1983

bin ich mit meinem Kumpel Thilo durch Bulgarien getrampt. In der Nähe von Sosopol sassen wir eines Morgens am Strssenrand, gegenüber einer Limonadenbude. Mit einer kleinen Kelle schöpfte dort ein älterer Herr verschiedenfarbige Sirups in Gläser und füllte sie dann mit Sodawasser auf. Wir machten an diesem Vormittag nichts Anderes, als abwechselnd zu diesem Stand zu marschieren und Limo zu kaufen, die verschiedenen Farben durchzuprobieren. Eigentlich wollten wir weiter nach Sofia.

Das Trampen funktionierte gut damals in Bulgarien. Wir standen, als wir uns am frühen Nachmittag aufgerappelt hatten, nicht lang an der Straße herum.

Viele Fahrer sagten, kaum das wir im Wagen saßen, dass sie Türken seien. Ungefragt und auf Bulgarisch: „Mui turzij.“ Die kommunistische Schiwkowregierung hatte einige Zeit vorher ein Gesetz zur „Bulgarisierung“ erlassen, dass der türkischen Minderheit das tragen türkischer Namen verbot.

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