Religionsphilosophisches Intermezzo

man muss es machen wie Hannah Arendt. Ihre Vorworte zu den zwei Bänden der Essays von Hermann Broch in der Züricher Ausgabe von 1955 (Rhein Verlag) sind eigenständige philosophische Arbeiten und trotzdem hervoragende Einführungen in Brochs Essays. Es wird mir nicht gelingen, sie hier zu referieren, deshalb ein Auszug aus dem religionsphilosophischen Exkurs im Vorwort zum 2. Band (Erkennen und Handeln. der 1 Band heißt: Dichten und Erkennen)

Keine Strenge, hinter der nicht Angst stünde. Aber die Angst vor dem Sektenzerfall wäre ein viel zu kleines Motiv, um die protestantische Strenge zu erklären. Und die Flucht in die Buchstabentreue, die Flucht in die Schrift, ist geschwängert von der göttlichen Angst, von jener Angst die aus der poenitentia Luthers hervorbricht, jener „absoluten Angst“ vor der „Grausamkeit“ des Absoluten die Kierkegaard erlebt hat und in der Gott „trauernd thront“.

Flankierend (wenn man diesen Begleitschutz denn aushält) sei empfohlen: Schestow über Luther und natürlich Kierkegaard. Furcht und Zittern.

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