Jakov Druskin

schreibt am 10. Februar 1942 in sein Tagebuch:

Am 4. oder 5. Februar ist D. I. gestorben (er meint D. Charms). So sagte man mir gestern, und wenn das wahr ist, so ist ein Teil des Lebens dahingegangen, ein Teil der Welt. In der Nacht habe ich mehrmals geträumt, Träume suchen Rechtfertigungen für den Tod, und diese Nacht war der Tod irgendwie erklärt, aber ich erinnere mich nicht wie, ich erinnere mich an ein zerbrochenes Rutenbündel. Wenn sein Tod ein Opfer ist, dann ein zu großes. Eines, das verpflichtet … Damit es nicht so sinnlos und so schrecklich ist, muß ich wieder anfangen zu schreiben. Aber vielleicht, hoffe ich, ist D.I. doch noch am Leben?

zitiert von Peter Urban in D. Charms. Die Kunst ist ein Schrank

Leider findet sich kein Buch des russischen Philosophen Druskin auf deutsch. Auch die zitierten Tagebücher nicht.

hier : Olga Martynova in der NZZ über Oberiu.

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