Schestow im Postkasten

Lew Schestow: Siege und Niederlagen. Für eine Philosophie der Literatur. Aus dem Russischen von Felix Phillipp Ingold. Matthes & Seitz 2013

aus dem Vorwort von Ingold:

„Mit Nietzsche ging Schestow, der als philosophischer Autodidakt gleichsam naturgemäß zum Frei- und Querdenkertum neigte,  einig nicht nur in seiner Fundamentalkritik an der europäischen Schulphilosophie, sondern auch in seiner Vorliebe für Musik und Tanz, von der sein sprunghafter Stil – im Denken nicht anders als in der Schreibbewegung – deutlich geprägt war.“

„Man könnte den Eindruck gewinnen, Schestow lasse ’seine‘ Autoren durchweg und bedenkenlos in seinem Namen, an seiner Stelle argumentieren. Er selbst hat dieses wissenschaftlich unhaltbare Vorgehen als ‚Seelenwanderung‘ gerechtfertigt, sein Freund und Kollege Berdjajew fand dafür den passenden, leicht ironischen Ausdruck „Schestowisierung“, was für eine vereinnahmende „Überschreitung“ oder für eine Art von synthetisierender Nachschrift stehen mag.“

„In diesem Fall würde Schestow wohl entgegnen, sein ‚Utilitarismus‘ sei dadurch gerechtfertigt, dass er sich auf die existenzielle Sinnfrage beziehe, und nicht bloß auf die schlechte Alltäglichkeit und deren praktische, vorzugsweise revolutionäre Umgestaltung.“

das werden spannende Schestowwochen.

 

 

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