so dacht ich

Natur wurde in der Theorie aus der Gesellschaft herausgeschlagen, um gesellschaftliche Unterdrückung zu legitimieren. Die Ströme der Staunenden versuchen den Weg dieser Ideologie zu folgen, indem sie sich scheinbar aus der Gesellschaft in die Natur begeben. Als anderes der Gesellschaft ist diese Natur an diese Gesellschaft gekoppelt. Gesellschaftliches Verhältnis verdinglicht sich in der Gestalt der Technik. An sie geht die Schuldzuweisung. Doch gräbt sich die Verwundung der Natur ebenso in die Körper der Menschen. Die Verschmutzung der Gewässer korrespondiert dem Bandscheibenschaden des Bandarbeiters. Beiden versucht er in Touristische Fernen zu entfliehen wie in die Hollywoodproduktionen.

Durch die Vermittlung im Kunstwerk hindurch erhält das Unmittelbare, das Nichtidentische Ausdruck. Darin erscheint die Möglichkeit der Rettung von Natur. Also im absolut Künstlichen.

Im zeitgenössischen Tanz wird der Körper seiner Zurichtung durch tägliche Arbeit enthoben. Die Bewegungen der TänzerInnen erscheinen als unnatürlich und sind, zum Teil, dem Publikum peinlich, da die Wahrnehmung geprägt ist von Arbeit und unterdrückter, normierter Sexualität, welcher der Körper als Material dient und die, ideologisch erklärt, die „normale“ Bewegung des Körpers repräsentiert bzw tabuisiert.

Die freie Anstrengung in den Bewegungen beim Tanz zeigt aber, was für einen Körper möglich wäre, so er in seiner Körperlichkeit frei ist. Die Verwunderung und das Staunen entspringt eben jener Differenz der eingeprägten Arbeit unter dem Bann der Selbsterhaltung, und der Möglichkeiten freier Betätigung.

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