Der reine Raum

Der reine Raum ist notwendig unrein, dahingehend, dass eine völlige Homogenität undenkbar ist. In einer konstituierten Homogenen Masse finden sich naturgemäß Unreinheiten. Der Filter, die Bedingung der Reinheit aus der gleichzeitig die Unreinheit resultiert, ist also der Form nach ein Prinzip, aus dem heraus Uneinheiten erst entstehen. Insofern er die Matrix der Unreinheit bildet. Die Funktion des Filters ist nur zu gewährleisten, wenn er Unreinheiten erkennt, sie identifizieren kann. d.h. im Filter gibt es einen wie immer gearteten Abzug dessen, dem man ein Störpotential zuschreibt, es ist im Filter vorhanden. Und nur so es im Filter vorhanden ist, ist es als Störpotential evident. Der Filter als garantierendes Moment des Homogenen Raumes ist also zugleich dessen Störung. Man kann sagen: im Filter hat sich das Unangenehme mit dem Nützlichen verbunden. Der reine Raum entspricht in etwa dem, was Carl Schmitt als Zustand der Parlamentarischen Demokratie beschreibt. Sie schließt notendig aus, indem sie definiert. Und sie muss definieren um einen Geltungsbereich beanspruchen zu können. Sie operiert vor dem Hintergrund einer Illusion. Dieses Argument zielt aber nicht, wie Schmitt es gern hätte, auf die Demokratie selbst, sondern auf ihre Institution.

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