Filter

Der Filter

Im Filter findet sich das Instrumentale, Nützliche. Etwas, das eben jene Störung verhindern soll, durch Defiltrierung des Fremden, Unpassenden. Zwischen diesen Beiden Begriffen entspinnt sich ein komplementäres Verhältnis. Der Filter enthält die Störung jeweils als negatives Wissen. Das ist die Bedingung seiner Funktion. Und er Enthält das Positive als Substanz, als Filtrat. Und als Vorstellung von Reinheit. Der Filter ermöglicht die Herstellung eines homogenen Raumes, aus dem das, was Störungen hervorrufen könnte, herausgelöst ist. Er schafft Reinheit. Den gefilterten Raum. Er hinterläßt aber auch das, was die Verschmutzung hervorruft, die Störpotentiaiale als Filtrat. Hoch giftige Schlämme. Mehr als alles andere ist der Filter abhängig von dem, was er ausschließt. Er funktioniert, indem er es identifiziert und eliminiert. Der Filter ist aber auch die Störung selbst, indem er das was stört, abbildet. Der von der Idee eines Filters hervorgerufene Idealraum kann im höchsten Falle als Vorstellung, also Konstruktion existieren, und sich als solche negativ, über das Ausbleiben einer Störung, und durch Reduktion des Störpotentials, etablieren. Aber im Falle des Ausbleibens einer Störung wird der Filter hinfällig. Ein rudimentärer sentimentaler Rest vielleicht, der übrigbleibt. Ein Netz in fischleeren Gewässern.

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