APO (Exkurs zur Freiheit 5)

Wenn wir Freiheit wollen, müssen wir sie so definieren, dass wir sie auch wollen können. Andernfalls oder wenn das nicht geht, ist Freiheit abzulehnen. Das versteht sich von selbst.“Rudi Dutschke könnte das gesagt haben, als er mit seinem Sohn und dem nahezu blinden Ernst Bloch auf einer Wiese herum rollte. Und überhaupt Ernst Bloch! Ist Freiheit nicht ein fast mythisches Versprechen. Freiheit oder Tod. Entsteht der Gedanke an Freiheit nicht im Moment großer Bedrohung, im Moment da man sich einem überlegenen Feind konfrontiert sieht? Das Freiheitslied ist eine eigene Gattung und immer ein Gefangenenchoral. Ist der Gedanke an Freiheit das Resultat knechtigen Bewusstseins? Und wie viel davon haben wir abgelegt, vierzig Jahre nach den Schüssen auf Dutschke und wie viel an knechtigem Bewusstsein haben wir uns wieder eingehandelt mit jedem weiteren Schuss auf Schleyer, Buback, Heerhausen etc. Oder zielt diese Frage in eine ganz andere Richtung?

Werbeanzeigen
Dieser Beitrag wurde unter Allgemein, Freiheit, Philosophie, Theorie abgelegt und mit , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s