Einübung der Freiheit (Exkurs zur Freiheit 4)

Es gibt eine Erzählung von Cortazar, in welchre der Icherzähler vor einem Terrarium steht und Olme beobachtet. Unmerklich ändert sich im Fortgang des Textes die Perspektive und am Ende ist es ein Olm, der den Betrachter aus dem Inneren des Terrariums heraus ansieht. Ist Freiheit eine Frage der Perspektive? Und wer ist frei? Der Beobachter?
Was wäre dann aber, wenn das ICH sich in einem Akt vorauseilendem Gehorsams kleiner macht, als die „objektiven“ Begrenzungen es verlangen. „Ich bin niemand.“ Der erste Akt des zivilisierten Subjekts und nach der Kritischen Theorie der erste Schritt zur Instrumentellen Vernunft. Sich selbst verleugnen um die Freiheit zu erlangen, hängend am Bauch eines Schafes. Dem Voraus geht aber eine Tat, die zur Blendung des Zentauren führt. Nur die blinde Natur lässt sich derart betrügen.
Aber gibt es eine blinde Natur?

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